Amphibiengewässer am Schönberg, Kefferspitz

Projektbeschreibung

Lage:
Der Schönberg (644 m) gehört zur Vorbergzone des Schwarzwaldes und liegt südlich von Freiburg. Er ist reich strukturiert und wird geprägt durch Mischwälder, offene Wiesen mit Hecken und Streuobstanlagen
Im nord-westlichen Teil des Schönbergs treten unterhalb des Unteren Schönberghofes mehrere kleine Quellen ans Tageslicht.
Die von uns angelegten 3 Amphibiengewässer werden von diesen Quellen mit Wasser versorgt und liegen am Schönberg auf der Gemarkung Freiburg in St. Georgen oberhalb der Oberen Schneeburgstraße im Gewann Kefferspitz.
 


Waldtümpel

  1. Waldtümpel angelegt 1998: Flurstück-Nr: 24281, Fläche ca 1000 qm; Erbengemeinschaft: Peter Liebherr, Ebringen, Tel: 445466
  2. Wegrinne angelegt 1987, sowie
  3. Kleintümpel angelegt 1995: beide Tümpel im Freiburger Stadtwald; Sekretariat des Forstamtes der Stadt Freiburg: 201 6201


Wegrinne


Kleintümpel

Projekt:
Die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke (GbU) sowie die übrigen hier vorkommenden Amphibienarten wie Grasfrosch, Erdkröte, Bergmolch, und Fadenmolche finden in unserer zivilisierten Natur so auch am Schönberg nur noch wenige Tümpel und Lehmgruben zum Überleben und Fortpflanzen.
Um die Situation zu verbessern und den am Schönberg vorkommenden Amphibien einen neuen Lebensraum zu geben, haben wir 3 Amphibien-Tümpel anlegt.

Pflegemaßnahmen:
Der Waldtümpel erhält Wasser von einem Bach, der die Wiesen am Unteren Schönbergerhof entwässert. Um eine Versandung des Tümpels durch herabgeschwemmte Äste, Sand, Steine und Laub zu vermeiden, haben wir einen einfachen Sandfang mit Stellwerk gebaut, den wir 2-3x/Jahr zusammen mit der AGN und Schülern der Walddorfschule (Lehrer Bents, Tel:445775) leeren.
Um eine größere Menge Wasser vorzuhalten, verstärken und erhöhen wir mit dem Aushub aus dem Sandfang den Rand des Waldtümpels.
Die Lichtverhältnisse für den Tümpel haben sich durch Schneebruch entscheidend verbessert.
Die Wegrinne und der Kleintümpel werden durch eine Quelle oberhalb des Hanges im Mischwald mit Wasser versorgt. Hier ist die Wasserzufuhr sicherzustellen. Bäume wurden vom Forstamt bereits gefällt. Regelmäßige Begehungen sind nötig, um Pflegemaßnahmen betreffend Bachlauf, Wasserzufuhr und Überlauf, Entwicklung der Amphibien-Larven festzulegen und festzuhalten.


Grasfrosch-Laich

 

Ergebnis:
Mit unseren Pflegemaßnahmen erreichten wir in den letzten Jahren folgende Verbesserungen:

  • Der Grasfrosch laicht in allen 3 Gewässern mit einer großen Anzahl an Laichballen
  • Erdkröten laichten 2007 und 2008 zum ersten Mal
  • Bergmolche sind eine Plage, Ringelnattern dezimieren die Population im Laufe des Jahres
  • Fadenmolche kommen in kleineren Populationen vor
  • Einzelne GbUs werden immer wieder gesichtet


Teich- oder Streifenmolch (Triturus vulgaris)


Fadenmolch (Triturus helveticus)


Erdkröte (Bufo bufo)


Grasfrosch (Rana  temporaria)
 


Ansprechpartner siehe: Kontakte
 




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